Zimmerstutzen Schützen Gesellschaft von 1874 e.V. Schwürbitz

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Generalversammlung 21.01.2011

 

 

Am 21. Januar 2011 fand die Jahreshauptversammlung der Zimmerstutzen-Schützengesellschaft von 1874 e.V. Schwürbitz statt. Sehr zufrieden dürfen die Mitglieder mit dem wirtschaftlichen Ergebnis 2010 sein. Für das kommende Schützenjahr möchte man einige Projekte rund um das Schützenhaus und den Biergarten in Angriff nehmen. Fritz Ahles wurde einstimmig zum neuen Hauswart gewählt.


Pünktlich um 19 Uhr eröffnete 1. Vorstand Jochen Höppel mit dem Läuten der Schützenmeisterglocke die Jahreshauptversammlung der Zimmerstutzen-Schützengesellschaft von 1874 e.V. Schwürbitz, zu der sich 33 Mitglieder im Schützenhaus auf der Göritze eingefunden hatten. Höppel begrüßte alle anwesenden Ehrenmitglieder und das Schwürbitzer Königshaus, vertreten durch Schützenkönigin Gudrun Marr, Schützenkönig Robin Beierlipp und Jungkönigin Franzi Berthold auf das herzlichste. Ruhig wurde es im Saal als man sich der verstorbenen Mitglieder Gregor Motschenbacher, Matthias Motschenbacher, Erich Meister und Gerd Kautz gedachte und zu Ehren dieser eine Schweigeminute abhielt.
Rückblickend gestand sich der Schützenvorstand ein, dass das abgelaufene Schützenjahr ein Jahr mit Höhen und Tiefen gewesen ist. Das schlechte Wetter am Schützenfest sei dabei besonders hervor zu heben. Gerade diese Veranstaltung ist es, auf der sich der Schützenverein das ganze Jahr über sehr intensiv vorbereitet und ein wichtiger finanzieller Bestandteilt in der Schützenkasse ist. In den ersten Wochen des Vorstandswechsels ist es nötig gewesen, sich einen Überblick, ähnlich einer Inventur, zu verschaffen. Jochen Höppel bedankte sich bei all seinen Vorstandskollegen für die hervorragende, offene und ehrliche Zusammenarbeit. „Auch unsere Familien mussten in der einen oder anderen Situation mal auf uns verzichten“ erklärte Höppel. Großes Lob galt der Damenabteilung die mit vielen Veranstaltungen das Schützenjahr bereichern. Die 1.  Luftgewehrmannschaft ist nach wie vor das Aushängeschild des Schützenvereins. Da erfreulicherweise wieder viel mehr Jugendliche den Weg ins Schützenhaus gefunden haben, wurde extra ein neues Luftgewehr und neue Schießjacken angeschafft.

Zufrieden zeigte sich 1. Schatzmeister Rolf Haasenstrauch. Das abgelaufene Geschäftsjahr wurde positiv abgeschlossen. Dies wurde in einem ausführlichen Bericht allen anwesenden Mitgliedern klar und deutlich dargestellt. Viel vorgenommen habe man sich für das Jahr 2011. Eine Gabionenwand soll den Biergarten verschönern, der Bereich an der Bar muss überdacht und ein Treppenaufgang neu angelegt werden. Im Dauerstress befand sich Festwirt Stefan Fleischmann. Er hat sich nicht nur hervorragend um den Ablauf des Festbetriebes am Schützenfest gekümmert, sondern auch um das Großprojekt Kindergarten Schwürbitz. Für diese Meisterleistung zollten ihm alle Mitglieder Beifall. Fleischmann bedankte sich bei allen Helfern rund um das Schützenfest, sowie bei Stefan Motschenbacher und Michael Tischler, seinen Aushilfsfestwirten. Hervorzuheben ist wie immer die Kochkunst von Annelinde Rußwurm.  Schriftführer Michael Tischler ließ das Jahr in Stichpunkten nochmal Revue passieren. In Schwürbitz ist man mit über 200 Mitgliedern einer der stärksten Ortsvereine und fest in der Dorfgemeinschaft verankert. Die Mitgliederzahl ist gestiegen, 14 Neueintritte sind ein Beweis für die gute Arbeit im Schützenverein.

Aus sportlicher Sicht sprach Schießleiterin Bianca Thiem-Imhof, sie zählte alle erfolgreichen Schützenergebnisse auf. Vereinsmeister 2010 wurde mit 392 Ringen Bianca Thiem-Imhof, Vereinsmeister „Auflage“ Ingeborg Pohl mit 274 Ringen. Die Sachpreisscheibe gewann Stefan Fleischmann, Ingeborg Pohl siegte auf der Überraschungsscheibe. Fünfzehn Schützendamen und Herren sind bei der Gaumeisterschaft gestartet, davon haben sich acht für die Oberfränkische Meisterschaft qualifiziert. Mit Melanie Imhof, Evi Drießen, Inge Geyer, Ingeborg Pohl und Helga Geiger waren fünf Schützendamen beim Siegfried-Möslein Pokal am Start. Besonders erfreulich ist der 3. Platz von Michael Stettner bei der Gaujugend Jahrgangsmeisterschaft. Leider gab es beim Hauptschießen 2010 einen Einbruch der Gastschützen. Um rund 50 Schützen ging die Teilnehmerzahl auf 201 zurück. Diesen Trend kann man bei vielen Schützenvereinen beobachten, in Schwürbitz aber hofft man entgegenwirken zu können. Die meisten Schützenfeste haben Bianca Thiem-Imhof (31), Stefan Wich (29) und Michael Stettner (20) besucht. Traditionell wurde am Oktoberfest Landesschießen teilgenommen, ein fester Bestandteil im Schwürbitzer Schützenkalender. Die 1. Schützenmannschaft hat sich in der Saison 2009/2010 in der Bezirksliga achtbar geschlagen und den vierten Platz gesichert. Ebenfalls den vierten Platz belegte die 3. Mannschaft der Freihandschützen in der A-Klasse und die Mannschaft der „Damen-Auflage“. Den internen Titel des Strohkönigs gewann Michael Stettner.
Aufgrund der hohen Nachfrage in der Schützenjugend wurde ein neues Gewehr und neue Schießjacken angeschafft – eine Anschaffung für die Zukunft, meinte Jugendleiter Bernd Motschenbacher. Es wird aber nicht nur der Umgang mit dem Luftgewehr geübt, sondern in den Sommermonaten auch mit den Bogen geschossen. In alter Tradition wurde in den Sommerferien ein Jugendausflug durchgeführt. Ziel der Reise war diesmal das benachbarte Bundesland Thüringen.

Die Schützendamen unterstützen den Verein in vorbildlicher Art und Weise. Annelinde Rußwurm , 1. Damenleiterin, wusste viel zu berichten. Besonderes Highlight war der Ausflug nach Erlangen mit Stadtführung und dem Besuch der Keller. Aber auch der Schwürbitzer Weihnachtsmarkt, hier werden jährlich Mistelzweige und Kränze verkauft und der Besuch des Bamberger Krippenweges fand in ihrem Jahresbericht Platz. Seit 2008 gibt es im Schützenverein eine weitere Attraktion, die „Damen Auflage“. Ingeborg Pohl war es zu verdanken, dass erstmals der Gau-Wettkampf „Schützendamen Ü40 Auflage“ in den Räumen der heimischen Schießanlage stattgefunden hat. Mehr Engagement, gerade bei den Auflageschützen Herren, war ihre Aufforderung.

Vor 25 Jahren wurden die „Böllerschützen von der Göritze“ durch Hubert Marr gegründet, er steht ihnen noch heute als Böllerreferent vor. Größter Wunsch ist die Anschaffung einer Böllerkanone. Diese soll hauptsächlich über Spenden finanziert werden. Alle Spender werden an der Kanone auf einer polierten Edelstahlplatte verewigt.  Erfreulich ist, dass sich die Böllergemeinschaft um zwei Böllerschützen, auf aktuell 12 Mitglieder,  vergrößert hat.

Kurt Fleischmann sprach, auch im Namen von seinem Kassenprüfer Stefan Motschenbacher, dem Kassier Rolf Haasenstrauch einwandfreie und vorzügliche Kassenführung aus. Die Buchführung sei sehr korrekt, exakt und übersichtlich geführt. Damit erteilte die Versammlung dem Schatzmeister und den Schützenmeisteramt Entlastung.

Aufgrund andauernder beruflicher Verhinderung des aktuellen Hauswartes, musste dieses Amt neu besetzt werden. Fritz Ahles wurde von den anwesenden stimmberechtigten Mitgliedern einstimmig gewählt.

Unter den Punkt „Wünsche und Anträge“ wurden verschiedene Themen diskutiert. Für eine große Überraschung sorgte Schützenfreund und Gönner Eugen Geyer, er Spendete eine beachtliche Summe für „da wo es am nötigsten ist“. 1. Vorstand Jochen Höppel bedankte sich sehr herzlich in Namen aller Mitglieder für die großzügige Geste und beendete die Jahreshauptversammlung 2011.


Text & Fotos: Michael Tischler